Angebot

Jugendwohnen

Begleitet auf dem Weg in die Selbständigkeit – für Jugendliche in herausfordernden Lebenslagen.

Plätze auf AnfragePlatz anfragen

Im Jugendwohnen begleiten wir Jugendliche, die sich in einer schwierigen und belasteten Lebenssituation befinden.

Es liegt uns am Herzen, die jungen Menschen auf dem Weg zur Selbständigkeit und im Meistern ihrer Herausforderungen zu unterstützen und für sie und ihr Umfeld da zu sein. Ziel soll sein, dass die Jugendlichen ihren Platz im Leben finden.

Eine besondere Aufmerksamkeit gilt dem Übergang in die Volljährigkeit, wobei wir die Möglichkeit schaffen, dass die jungen Erwachsenen bei Bedarf weiter begleitet werden.

Wir arbeiten mit verschiedenen Betreuungsstufen, die in der Regel aufeinanderfolgen.

Schritt für Schritt

Unsere Betreuungsstufen

Die Stufen folgen in der Regel aufeinander – mit jedem Schritt übernehmen die Jugendlichen mehr Verantwortung.

  1. Stufe 1

    Jugendwohnen «Kompass»

    Hohes Mass an Begleitung und Anleitung durch den Alltag. Fundament schaffen, um mehr Verantwortung und Selbständigkeit zu übernehmen.

  2. Stufe 2

    Jugendwohnen «Balance»

    Begleitung durch den Alltag und schrittweise Übergabe von Verantwortungsfeldern an die Jugendlichen, wobei jederzeit Unterstützung in Anspruch genommen werden kann.

  3. Stufe 3

    Jugendwohnen «Light»

    Umfangreiche Verantwortungsübernahme der jungen Menschen mit der Gewissheit, dass ein Auffangnetz da ist.

Kosten

Finanzierung

In der Regel übernimmt der zuständige Sozialdienst sowie der Wohnkanton die Kosten. Wir sind IVSE-anerkannt.

Für den Aufenthalt wird eine Kostengutsprache benötigt.

CHF 390.–Tagespauschale (exkl. Spesen wie Kleider, Versicherungen etc.)
CHF 90.– / hBegleitete Besuche von platzierten Jugendlichen
Haltung

Pädagogische Ansätze und Haltung

  • Die Jugendlichen werden individuell und bedürfnisorientiert begleitet. Jeder und jede ist anders und so begegnen wir den Jugendlichen als Individuen, welche die Hauptakteure ihres Lebens sind.

  • Wir schaffen eine professionelle Beziehung zu den Jugendlichen, welche Sicherheit und Orientierung gibt und als Basis dient, um Hand zu bieten, den Rücken zu stärken und Krisen zu meistern.

  • Die Jugendlichen werden unterstützt, ihre Kompetenzen zu erweitern und ihre Ressourcen zu erkennen und zu festigen, um immer mehr Verantwortung im Leben und für sich selbst zu übernehmen.

  • Wir zeigen gegenüber den Jugendlichen Präsenz und eine offene Diskussionshaltung.

  • Wir sehen die Eltern als Experten ihrer Kinder, begegnen ihnen auf Augenhöhe und geben situativ Unterstützung, um den individuellen Zielen der Familie näherzukommen.

  • Ein interdisziplinäres Team bereichert den Erfahrungs- und Methodenkoffer und hilft, individuell auf die Jugendlichen einzugehen.

So läuft es ab

Aufnahmeverfahren

  1. 01

    Kontaktaufnahme

    Die Anfragen können jederzeit erfolgen. Wir arbeiten unkompliziert, flexibel und bedarfsorientiert.

  2. 02

    Besichtigung

    Im Idealfall wird das Jugendwohnen gemeinsam mit den Jugendlichen und den Eltern besichtigt und ein erstes gegenseitiges Kennenlernen findet statt.

  3. 03

    Erstgespräch

    Das Betreuungsteam erhält im Austausch mit den involvierten Fachpersonen und im Idealfall auch mit den Eltern und den Jugendlichen selbst einen ersten Einblick in die Lebenssituation. Gemeinsam werden erste Ziele formuliert und die nächsten Schritte geplant.

  4. 04

    Eintritt

    Wenn die gegenseitige Zusage für das Betreuungsverhältnis im Jugendwohnen da ist, findet der sorgfältig gestaltete Eintritt statt. Ein achtsamer Vertrauens- und Beziehungsaufbau zu den Jugendlichen und den Angehörigen ist uns wichtig.

Feedbacks

Das sagen Familien und Jugendliche

«Es war immer jemand da»

Ich brauchte am Anfang sehr viel Unterstützung, vor allem im psychischen Bereich. Im Chinder- und Jugendhuus bekam ich diese Hilfe und ich fühlte mich sehr wohl. In den Ferien und an den Wochenenden haben wir schöne Reisen gemacht mit Wandern, Schwimmen, Glace essen und vielem mehr. Im Team fand ich grosses Vertrauen und es war immer jemand da, mit dem ich offen reden konnte. Durch das Haus konnte ich positiv erleben, wie es ist, eine zweite Familie zu haben.
Valentina, ehemalige Jugendliche